Nur 12% der Beschäftigten in Deutschland sind engagiert bei der Arbeit – 2002 waren es noch 15%. 70% der Deutschen machen lediglich „Dienst nach Vorschrift“, fast jeder Fünfte hat innerlich schon gekündigt. Die Folgeerscheinung sind Fehlzeiten und eine niedrige Produktivität, die die Unternehmen in Deutschland jährlich etwa so viel kosten wie der gesamte Bundeshaushalt – über 250 Milliarden Euro.

Diese enormen Potenziale im eignen Unternehmen zu erschließen, liegt auf der Hand – zumal dafür keine großen finanziellen Investitionen notwendig sind und die Wirkung sich auf alle Unternehmensteile ausbreitet. Der Schlüssel zur Motivation ist die Beziehungskompetenz der Mitarbeiter – insbesondere der Führungskräfte. Sind sie in der Lage, klar und verbindlich zu kommunizieren? Schaffen sie eine vertrauensvolle Kultur der Zusammenarbeit, in der das gemeinsame Ziel auch den Einzelnen motiviert? Können sie Konflikte oder Machtkämpfe erkennen und nachhaltig lösen? Wie effizient sind ihre Kommunikationsstrukturen? Während in anderen Fachgebieten eine Aus- und Weiterbildung selbstverständlich ist, wird die Entwicklung der Beziehungskompetenz vielfach vernachlässigt. Die Scheu vor dem Thema liegt oft daran, dass sich einerseits Führungskräfte grundsätzlich für beziehungsfähig halten und dass andererseits Beziehungskompetenz bei Führungskräften vorausgesetzt wird. Doch letztlich wird der Wettbewerb um Kunden und Produktivität von jenen gewonnen, die ihre Möglichkeiten erkennen und konsequent weiter entwickeln.

Die Entwicklung der Beziehungskompetenz ist ein deutlich unterschätzter wirtschaftlicher Erfolgsfaktor, der sich mit geringem Aufwand erschließen lässt.

Arbeit an der Beziehungskompetenz ist in erster Linie Arbeit an der Perspektive: Wie sehe ich mich selbst, wie sehe ich die anderen und wie sehen die anderen mich? Erst dann wird nachvollziehbar, wie ich mich innerhalb der sozialen Konstellationen entscheide und verhalte.

Der erste Schritt ist die Frage nach den eigenen Werten zu stellen, sich der eigenen Persönlichkeit bewusst zu werden und die individuellen Ziele klar herauszuarbeiten. Im zweiten Schritt ist es notwendig den anderen zu erkennen, was ihn bewegt, seine Persönlichkeit und seine Ziele zu verstehen. Am Ende steht eine nicht zufällige, sondern bewusste soziale Interaktion, die Perspektiven und Wege aufzeigt, jeden seinem Wesen nach gerecht zu behandeln. Unabdingbar für die Entwicklung guter Beziehungen ist die Erkenntnis, selbst den ersten Schritt auf den anderen zuzugehen. Um einen solchen Prozess initiieren zu können, muss ein Trainer das Vertrauen aller Beteiligten haben und von ihnen akzeptiert werden. Die Authentizität der Trainer-Persönlichkeit, ihre Klarheit und Verbindlichkeit, ist ausschlaggebend für den Erfolg.

Auch wenn es Grundmuster von Beziehungen gibt, spielt die individuelle Konstellation eines Teams oder die Struktur eines Unternehmens, dessen Kultur und Organisation eine große Rolle dafür, wie Beziehungsentwicklung zu gestalten ist. Konzepte aus der Schublade ohne konkretes Briefing und ohne Rückkopplung zeigen in der Regel keine langfristige Wirkung, während Maßarbeit am speziellen Fall nachhaltige Impulse setzt.

Beziehungsentwicklung benötigt ein fundiertes, nachvollziehbares Konzept und eine authentische Trainer-Persönlichkeit.

Neben äußeren, oft nur schwer beeinflussbaren Faktoren ist die Führungsqualität in einem Unternehmen maßgeblich für dessen Erfolg. Wer in der Lage ist, Beziehungen nachhaltig positiv zu gestalten, kann die Leistungsfähigkeit seines Teams oder Unternehmens deutlich steigern und eine motivierte und verbindliche Arbeitsatmosphäre schaffen.

Die Vorteile, die sich daraus für das Unternehmen ergeben, sind ebenso vielfältig wie wertvoll:

  • Mehr Effizienz durch Klarheit
  • Stärkere Identifikation mit dem Unternehmen
  • Aufhebung von Konflikt-Blockaden
  • Lösen von Rollen- und Hierarchieproblemen
  • Unterstützung gemeinsamer Ziele
  • Vermeidung von Kommunikationsfehlern
  • Verhinderung destruktiver Konfrontationen
  • Aufhebung innerer Kündigungen
  • Konstruktiver Umgang mit „schwierigen“ Mitarbeitern/Vorgesetzten
  • Verhinderung oder Aufhebung von Mobbing-Situationen
  • Motivationssteigerung des Teams

Neben den Verbesserungen innerhalb des Unternehmens führt der Ausbau von Beziehungskompetenz auch zu erfolgreicheren Beziehungen zu den Kunden.

Beziehungskompetente Führungskräfte erkennen Kommunikationsprobleme und können diese durch gezielte Interventionen mit den richtigen Personen effizient bearbeiten und lösen.

Schon mit wenig Aufwand können Sie einen ersten Schritt zur Entwicklung der Beziehungskompetenz setzen. Ein lebendiger Vortrag löst Neugierde aus. Humorvoll präsentiert, zeigt er anhand praktischer Beispiele und lebensnaher Situationen, dass jeder Zuhörer in der Lage ist, selbst die Veränderung anzuregen und mit zu gestalten. Die Vorträge zeigen in einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis sowohl Möglichkeiten der Analyse als auch Hilfen, eigene Lösungen zu entwickeln. Vorträge sind ideale Beiträge zur Aufwertung von Auftaktveranstaltungen, Betriebsversammlungen, Tagungen, Kunden-Events und Feiern. Dauer und inhaltliche Schwerpunkte lassen sich im Vorgespräch individuell abstimmen und festlegen.

Seminare bieten die optimale Möglichkeit, nachhaltige Impulse zu setzen und Prozesse anzuregen. Lerninhalte können in Gruppen vertiefend vermittelt und gefestigt werden. Durch individuelle Schwerpunkte können die Teilnehmer in den Seminaren konkrete Probleme des eigenen Unternehmens ergebnisorientiert bearbeiten. Die Verbindlichkeit der erarbeiteten Ergebnisse sichert deren direkte Umsetzung im Unternehmen. Eine inhaltlich aufeinander aufbauende Seminarreihe eignet sich dazu, laufende Prozesse wirkungsvoll zu begleiten und Verbesserungen von Betriebsklima, Teamarbeit, Qualität, Produktivität, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit zu sichern.

Seminare und Vorträge sind wirkungsvolle Möglichkeiten, Verbesserungsprozesse im Unternehmen anzuregen oder bereits laufende Prozesse zu unterstützen.

Beziehungs- oder Kommunikationsstörungen verschwenden immense Energien, die dann auf der produktiven Seite fehlen. Je früher solche Störungen erkannt und gelöst werden, desto geringer ist der Schaden für das Unternehmen. Mit Hilfe von Mediation können die am Konflikt beteiligten Parteien eigenverantwortlich nachhaltige Lösungen erarbeiten. Mediation ist ein besonderes Verfahren zur Konfliktbearbeitung – mit dem Ziel, die Konflikte durch Win-Win-Situationen verbindlich zu regeln. Dazu erarbei-ten die Beteiligten unter der Begleitung eines Mediators umsetzbare Lösungen.

Auch wenn sich die Folgekosten für verschobene, unterdrückte oder durch Hierarchien nur scheinbar gelöste Konflikte nicht genau beziffern lassen, fällt eine nüchterne Gegenüberstellung mit den Investitionen für ein Mediationsverfahren immer für das letztere aus. Steht eine Führungskraft vor wichtigen Entscheidungen oder großen Veränderungen, hilft ein professionelles Coaching. Als neutraler Sparringspartner stärkt der Coach die Persönlichkeit und hilft ihr, Klarheit in die eigenen Zielsetzungen und Handlungsoptionen zu bringen. Dieser Prozess mindert den Stress, dem die Führungskraft allein ausgesetzt wäre und stärkt konsequent ihre Souveränität.

Die Aufgabe von Mediator und Coach ist nicht, dass er selbst Problemlösungen vorschlägt, sondern dass er die betreuten Personen zur souveränen Fähigkeit führt, Konflikte zu lösen, Ziele zu setzen und Beziehungen zu gestalten – eine nachhaltige Gewinnquelle für jedes Unternehmen.

Mediation und Coaching haben einen besonders hohen Wirkungsgrad, da sie die Beteiligten befähigen, souverän mit Konflikten, Zielen und Beziehungen umzugehen.